Die Ausgabe 3/2015 unserer Lieblingszeitschrift “sub\urban” ist erschienen. Nach mehreren Themenheften gibt es nun eine Ausgabe mit Beiträgen zum Fahrradfahren mit Judith Butler auf dem Gepäckträger, Gemeinschaftsgärten in Wien und dem Ansatz “Urban policy mobilities”. Darüber hinaus ist der Vortrag der “sub\urban-Lecture” auf dem diesjährigen Deutschen Kongress für Geographie dokumentiert. Wie immer, sind alle Beiträge online frei verfügbar. Damit das auch so bleibt, braucht “sub\urban” durch Spenden und Fördermitglieder.
Nov 22
Neuerscheinung: Aktuelles Heft von sub\urban ist online!
Nov 10
Veranstaltungshinweis: Marx, die Grundrente und Gentrifizierung. Satellitenseminar mit Bernd Belina
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung organisiert seit 2006 «Kapital»-Lektürekurse. In wöchentlichen Treffen wird das Hauptwerk «Das Kapital» von Karl Marx gemeinsam diskutiert. Um die «Kapital»-Lektüre herum kreisen übers Jahr verteilt verschiedene «Satellitenseminare». Hier werden ausgewählte Probleme und Fragen zum «Kapital» und darüber hinaus erörtert und vertieft. Das Satellitenseminar mit Bernd Belina (Goethe-Universität Frankfurt am Main) am Dienstag, dem 24. November 2015 behandelt Gentrifizierung aus marxistischer Perspektive.
Konflikte um Grund und Boden sind in die Städte zurückgekehrt. Mieterproteste gegen die Verdrängung aus der Innenstadt und Menschenblockaden gegen Zwangsräumungen – die städtischen Kämpfe haben zunehmend existenziellen Charakter und sind begleitet von Diskussionen über Gentrifizierung, von städtischen Großbauprojekten und der Warnung vor einer Immobilienblase. Aber was ist das? Ohne ein Verständnis der Inwertsetzung von Grund und Boden sind diese Konflikte kaum zu verstehen. Was sagt Karl Marx dazu im dritten Band des «Kapitals»? Hatte er dabei die kapitalistische Verstädterung im Blick? Oder hielt er sie für ein parasitäres Überbleibsel des Feudalismus? Am prominentesten hat der Geograph David Harvey Marx‘ Ausführungen zur Grundrente weiterentwickelt und gezeigt, dass Grund und Boden als fiktives Kapital fungieren. Auch hat er einen Zusammenhang zwischen der Überproduktion an Kapital, Krisen und Immobilienspekulation begründet. Wie sieht dieser aus? Warum hat das Kapital eine räumliche Dimension? Warum sind Klassenkonflikte immer und vor allem städtische Konflikte?
Das Seminar beginnt um 19 Uhr und findet bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, im Seminarraum 1 (1. OG) statt. Mehr Informationen gibt es hier
Oct 21
Stellungnahme: Kein Israel-Boykott, sondern Aufruf zu gemeinsamen Projekten und Aktivitäten!
Als Reaktion auf die “Boycott, Divestment and Sanctions (BDS)”-Resolution der ICCG 2015 in Ramallah haben wir beschlossen, uns nicht an einem Boykott israelischer Wissenschaftler*innen zu beteiligen. Wir begrüßen Kontakte mit allen israelischen und palästinensischen kritischen Geograph*innen, die mit uns gemeinsame Projekte, Veranstaltungen und Ideen entwickeln möchten.
16.10.2015, Kritische Geographie Berlin e. V.
Oct 19
Kiezspaziergang am 24.10.2015: Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen
Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen
„Schöneweide ist ein Stadtteil mit Zukunft, nur weiß niemand, wann sie wirklich beginnt.“
(Tagesspiegel, 15.12.2015)
Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide steht seit den Anfängen der Industrialisierung Berlins („Elektropolis“) bis zum Ende der DDR synonym für Fabriken und Industrieproduktion der Elektrotechnik und metallverarbeitende Industrie. Heute ist Oberschöneweide durch die Folgen der seit 1990 einsetzenden Deindustrialisierung und einer sozialräumlichen Peripherisierung des Stadtteils gekennzeichnet. Große Teile der ehemaligen Industrieareale liegen noch brach bzw. sind von Leerstand gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Wohnungen im Rahmen von Sanierungsförderung modernisiert oder durch Neubauten ergänzt. Die hier entstandenen renovierten Altbauwohnungen können teuer vermietet werden bzw. wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese städtebauliche Entwicklung der einerseits innenstadtnahen attraktiven Wohnlage und der punktuellen baulichen Aufwertung des Viertels, sowie der bisher meist ungeklärten Nachnutzung der großer Industriebrachen, wird flankiert durch eine (temporär unterschiedlich) starke Präsenz rechtsradikaler AktivistInnen und neonazistischer Treffpunkte. Deren Anwesenheit in einzelnen Straßenzügen (und die Wahlergebnisse zugunsten der NPD) haben Teilen des Stadtviertels den Ruf eines rechtsradikal dominierten „Angstraumes“ und einer „national befreiten Zone“ eingebracht. Dieser einseitigen, vor allem medial vorgenommenen Darstellung des Stadtteils, werden von vielen lokal Engagierten Formen der Stigmatisierungsabwehr und die Hoffnung auf eine weitere soziale und bauliche Aufwertung entgegengesetzt.
Der Stadtteilspaziergang Oberschöneweide beginnt und endet an einem der Brennpunkte ehemaliger Neonazipräsenz, dem S-Bahnhof Schöneweide und der daran anschließenden Brückenstrasse und wird sich dann auf dem Weg zu den neuen Hoffnungsträgern der lokalen Entwicklung (Industriesalon, HTW) mit den sozialräumlichen Veränderungen im Stadtteil beschäftigen. (Dauer ca. 2 Stunden)
In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
| Datum: | 24.10.2015 |
| Treffpunkt: | S-Bhf Schöneweide |
| Zeit: | 13.00 Uhr |
| Dauer: | Ca. 2 Stunden |
| Ansprechpersonen | Dr. Thomas Buerk: [email protected] |
Oct 09
Neuerscheinung: Aktuelle Ausgabe von ACME. An International E-Journal for Critical Geographies
Das Heft 14(3) von ACME An International E-Journal for Critical Geographies ist online. Die Ausgabe widmet sich in einem Schwerpunkt “Household Water Practices”, ein anderer Schwerpunkt des Heftes behandelt “The Politics of Knowledge Production in the Geoweb” . Alle Beiträge sind online verfügbar.
Oct 06
Veranstaltungshinweis: Jour Fixe Politische Ökologie im Herbst/Winter 2015/16 an der HWR
Seit mittlerweile über zwei Jahren findet an der HWR Berlin der Jour Fixe Politische Ökologie statt. Der Jour Fixe versteht sich als ein Forum, um aktuelle sozial-ökologische Entwicklungen zu diskutieren, theoretische Debatten zu rezipieren und sich gegenseitig eigene Arbeiten vorzustellen. Er richtet sich an Menschen, die wissenschaftlich und/oder politisch zu sozial-ökologischen Fragen arbeiten, zielt also gerade auch auf einen Austausch und eine Vernetzung von kritischer Wissenschaft und politischer Praxis.Für den kommenden Herbst/Winter 2015/2016 gibt es folgendes Programm an Vorträgen mit anschließender Diskussion:
8. Oktober 2015 – Timmo Krüger: Das Hegemonieprojekt der ökologischen Modernisierung. Die Konflikte um Carbon Capture and Storage (CCS) in der internationalen Klimapolitik
5. November 2015 – Maria Backhouse: Grüne Landnahme – Palmölexpansion und Landkonflikte in Brasilien
17. Dezember 2015 – Elmar Altvater: Engels neu entdecken: Das hellblaue Bändchen zur Einführung in die »Dialektik der Natur« und die Kritik von Akkumulation und Wachstum
15. Januar 2016 – Michael Brie: Karl Polanyi’s Vision of the Great Transformation in the Light of the Crisis of the European Union”
Alle Sitzungen finden um 18 Uhr an der HWR, Badensche Straße 50-51, 10825 Berlin, im Raum B 5.12 (linker Aufgang, unterm Dach) statt.
Sep 24
Kiezspaziergang am 26.9.2015: Mediaspree – Investorenträume, Profitversprechen, Konfliktzone
Mediaspree – Investorenträume, Profitversprechen, Konfliktzone
Im Zentrum Berlins schließen sich die Baulücken. Zwischengenutzte Freiflächen weichen repräsentativen Büro- und Wohnkomplexen. Akteure proklamieren einen in der Entwicklung sichtbar werdenden Aufschwung. Gleichzeitig regt sich Protest von Anwohner_innen gegen die voranschreitende Veränderung.
Anhand des innerstädtischen, ivestorengesteuerten, urbanen Entwicklungsprojektes „Mediaspree“ sollen Ursachen und Wirkungen aufgezeigt werden. Bei dem Stadtspaziergang durch Teile des 3,7km langen Spreeabschnitts zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sollen Änderungen der gebauten Umwelt erfahrbar gemacht werden. Ziel der Führung soll es sein, politische und ökonomische Hintergründe aufzuzeigen, über Interessenkonflikte zu reden und in einen gemeinsamen Austausch über das Erlebte und Erfahrene zu treten.
Schlagworte: Innerstädtische Entwicklung, Machtstrukturen und Konfliktlinien, Bürger_innenprotest, Zwischennutzung, (Sub-)Kulturelle Räume…
In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
| Datum: | 26.9.2015 |
| Treffpunkt: | U-Bahn: Schlesisches Tor /Ecke Bevernstr
May-Ayin-Ufer unter der Roten Laterne
|
| Zeit: | 13.00 Uhr |
| Dauer: | ca. 2,5 Stunden |
| Ansprechperson: | Micki Blickhan ([email protected]) |
Ansprechpartner: Micki Blickhan; mickiupr[at]web.de
Sep 18
Veranstaltungshinweis: Tag für Kritische Geographie am 4. Oktober 2015 in Berlin
Vom 1.- 6. Oktober 2015 findet in Berlin der Deutsche Kongress für Geographie statt. Diese Großveranstaltung mit wohl über 1.000 Besucher*innen werden wir als Kritische Geographie Berlin zum Anlass nehmen, um am Sonntag, den 4. Oktober 2015 einen Tag der Kritischen Geographie zu veranstalten. Unabhängig vom großen Kongressgeschehen wollen wir uns in einer selbstorganisierten, hierarchiefrei(er)en und freundlichen Umgebung treffen. Ein zentrales Thema wird sicherlich sein, wie sich „die“ Kritische Geographie in der BRD in den letzten Jahren innerhalb und außerhalb akademischer Institutionen entwickelt, verankert und möglicherweise auch an Wirkung entfaltet hat. Ferner werden Reflektionen zum Geschehen auf dem DKG, aber auch Fragen nach Positionalität in der Geographie, kritischer (Hochschul)Lehre oder den Arbeitsbedingungen als (prekarisierte) Wissensarbeter*innen und andere aktuelle und relevante Themen in workshops und AGs besprochen werden.
Also, wer sich mit der Kritischen Geographie verbunden fühlt oder immer schon einmal Leute aus diesem Zusammenhängen kennenlernen wollte oder einfach nur neugierig ist, was sich da so tut….welcome!!
Flyer und Programm unter folgendem Link: Flyer Tag für Kritische Geographie
Der Tag für Kritische Geographie findet am 4. Oktober von 10.00-18.00 Uhr im Versammlungsraum des Mehringhofes statt (Gneisenaustr. 2a, Aufgang I, U-Bahnhof Mehringdamm)
Sep 03
Kiezspaziergang am 5.09.2015: Überwachen und Strafen zwischen Zentrum und Peripherie – Der Justiz- und Gefängnisstandort Berlin-Moabit
2015: Überwachen und Strafen zwischen Zentrum und Peripherie – Der Justiz- und Gefängnisstandort Berlin-Moabit
Moabit ist heutzutage vor allem durch seine JVA und das Kriminalgericht bekannt. Das erste Moabiter Gefängnis (das Zellengefängnis) aus der Mitte des 19. Jh. ist darüber fast in Vergessenheit geraten. Es galt bei seinem Bau Mitte des 19. Jhdt. als topmodern und auch der Name „Zellengefängnis“ verrät ein bisschen etwas über das damalige Novum (oder sollte man Gefängnisphilosophie sagen?). Die Zelle als Ort der Isolation und das Gefangensein als „Therapie“ statt Kerker und Rache auf dem Dorfplatz, so könnte man diese neue Idee von Macht und Disziplinierung zusammenfassen.
Der Lehrter Straße folgend, kommen noch weitere (Ex-)Gefängnisse, frühere Heeresstandorte und auch das Poststadion. Zumindest das Poststadion, das bis zum Bau des Olympiastadions das größte Stadion Berlins war, und das Militär können als Orte umfassender Disziplinierung und Erziehung gesehen werden.
Trotz aller Theorie werden ein paar Namen genannt werden. Immerhin saßen in der Lehrter Straße der Hauptmann von Köpenick, Wolfgang Borchert und verschiedenste Widerständler gegen die Nazis ein. Und auch Frauen der Bewegung 2. Juni haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Auch nach dem Bau der Berliner Mauer, kam die Straße nicht zur Ruhe, schließlich wäre sie damals fast von der Karte verschwunden.
In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
| Datum: | 05.09.2015 |
| Treffpunkt: | Berliner Hauptbahnhof (Ausgang Europaplatz) oder Lesser-Ury-Weg (M5)/Vor dem Eingang des Motel One, Ecke Lehrter Straße/Invalidenstraße (Invalidenstraße 54) |
| Zeit: | 13:00 Uhr |
| Dauer: | ca. 2 Sstunden |
| Ansprechpersonen | Fabian Brettel: [email protected] |
Sep 02
Veranstaltungshinweis: Netzwerk Mieten & Wohnen – Konferenz 2015 in Hamburg
Das neugegründete Netzwerk Mieten & Wohnen lädt für Freitag, den 25. September und Samstag, den 26. September 2015 nach Hamburg zur Mieten & Wohnen Konferenz ein. Die Veranstaltung richtet sich an Mietrechtsanwält*innen, Mietervereine, Initiativen, Ökonom*innen, Architekt*innen und weitere wohnungspolitische Akteure. Themenschwerpunkte der Konferenz sind “Mieterinitiativen, Organizing & Kampagnen”, “Soziales Mietrecht neu denken”, “Träger für bezahlbaren Wohnraum und Förderung” und “Warmmieteneutrale Modernisierung”. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Netzwerks Mieten & Wohnen.
